Episode 8

September 13, 2008

[fw] Bahnfahren auf japanisch. Shinkansen bezeichnet das Schnellzugnetz inkl. Zuege in Japan. Es ist das aelteste (seit 1964 im Betrieb), puenktlichste und sicherste Schnellbahnnetz der Welt. Und es beeindruck weniger die Spitzengeschwindigkeit von knapp 300km/h, denn die Durchschnittsgeschwindigkeit inklusive Bahnhofsaufenthalte von knapp 206km/h. Dem entsprechend wenig Zeit bleibt zum Ein- und Aussteigen.

Wir waren dann auch in knapp zweieinhalb Stunden im etwa fuenfhunder Kilometer entfernten Kyoto angekommen um dort unser neues Luxusdomiziel zu beziehen.

Episode 7

September 12, 2008

[fw] “A Warm Welcome Mr Hartmut Esslinger & University of Applied Arts Vienna” war auf der Fassade des Panasonic Tokyo Centers zu sehen. Dargestellt auf einem in die Fassade integrierten Screen, neben dem die LED Werbetafel am Schwedenplatz aussieht wie ein Kleinbildfernseher. Wir bekamen bei Panasonic noch einige Superlative zu sehen, unter anderem den weltgroessten Plasmafernseher.

Eine Ubahnstation weiter erwartete uns das Toyota Universal Design Showcase. Universal Design ist ein Schlagwort dem man in Japan haeufig begegnet. Es umschreibt Gestaltung das moeglichst keine Benutzergruppe ausschliesst. Gegenstaende fuer Menschen die schlecht sehen, habtisch eingeschraenkt sind oder einfach sehr jung oder alt sind.
Den Hoehepunkt stellte aber sicherlich die Live Praesentation des “i-real” dar.

Episode 6

September 11, 2008

[fw] Nachdem wir heute erst am Abend Programm hatten, nutzten die meisten die vorhergehende Nacht um Tokyos Klubs unsicher zu machen.
Nachdem ich am Vortag schon vergeblich versucht hatte den Prada Store von Herzog & de Meuron zu finden unternahm ich heute den zweiten Anlauf. Und die Suche hat sich gelohnt. Es gibt wohl kaum ein Gebaeude bei dem ich Begriff “Architekturjuwehl” so passend finde wie bei diesem Flagshipstore – nicht nur im uebertragenen Sinn. [google pics]

Am Abend waren wir bei JIDPO ["Japan Industrial Design Promotion Organization"] eingeladen. Dort hielt Hartmut einen Vortrag ueber OpenSource Design – mit dem wir uns ja im vergangenen Semester beschaeftigt hatten. Anschliessend fand eine Diskussion zwischen Kenji Ekuan, Hartmut Esslinger und dem Publikum statt.

Episode 5

September 10, 2008

[fw] Zu Gast bei Axis [http://www.axisinc.co.jp].

Episode 4

September 9, 2008

[fw] Unser erstes Ziel war das Buero des Designers Taku Satoh [www.tsdo.jp]. Ein unscheinbar wirkender Eingang fuehrte uns ueber einen winzigen Lift zum Buero dieses sehr konzeptionell arbeitenden Gestalters. Sathoh, der wie Anfang dreißig wirkt aber laut seiner Website 52 Jahre alt ist, empfing uns freundlich. Er stellte uns einige seiner Projekte vor die uns schnell klar werden liessen auf welchem Gebiet die Japaner unschlagbar sind – Verpackungsdesign! So ist bei einer seiner Kaugummiverpackungen jedes Dragee einzeln verpackt, obwohl es schon in einer Schachtel steckt, die wiederum  in Schachtel steckt (Schubladeneffekt), die dann noch von einer Kunststoffhuelle umgeben ist. Laut Satoh ist fuer Japaner der Gedanke unertraeglich dass die Dragees aneinander reiben und dann eventuell Kratzer davontragen.

In seinen Publikationen unter dem Titel “Anatomy of Design” zerlegt er Produkte, wie eine Milchverpackung, in seine Einzelteile und Praesentiert sie wie medizinische Darstellungen. Dadurch wird dem Leser erst bewusst auf wieviele Details bei der Gestaltung und Produktion geachtet wurde.

Unsere naechste Station war die GK Design Group, wo uns ein festlicher Empfang bereitet wurde. Die “Hall of Fame” der erfolgreichsten Produkte der letzten fuenfzig Jahre liess vorallem die Herzen jener hoeher schlagen die sich fuer Transportation Design interessieren. Kenji Ekuan, einer der Gruender von GK Design und ein Designpionier in Japan hielt eine inspirierende Rede.
Waehrend wir uns am ueppigen Buffet bedienten, hatten wir die Moeglichkeit uns mit leitenden Mitarbeitern zu unterhalten und Kontakte zu knuepfen.

Episode 3

September 8, 2008

[rt] Gleich am ersten Tag hatten wir schon ein sehr aufregendes Programm vor uns. Die erste Station war die Tokyo Zokei University, welche aeusserst idyllisch inmitten eines riesigen Waldes liegt. Die ruhige Atmosphaere und die aussergewoehnliche Architektur dieser Universitaet zeichnen sie besonders aus. Nach den Praesentationen und Fuehrungen wurden wir sogar noch mit Sushi verkoestigt. Danach waren wir zu Gast in der Tama Art University, welche besonders durch ihre moderne Bauweise des bekannten japanischen Architekten Ito Toyo unser Designer-Herz erfreute. Die Arbeiten der Studenten hier gefielen uns sehr gut, da hier sehr professionel und zukunftsorientiert gearbeitet wird.

Am Nachmittag besuchten wir das Toyota Design Research Center, wo wir uns auch gleich an schoenen Ausstellungsstuecken wie dem i-real erfreuen durften. Alles hier hoerte sich schon sehr nach Zukunftsmusik an. Alles top-secret versteht sich! Die Designer durften wir leider nur durch eine Glasscheibe begutachten…da haette der eine oder andere bestimmt gerne naeher hingeschaut :)

Episode 2

September 7, 2008

[rt] Nach neunstuendigem Flug von Helsinki nach Tokio kamen wir endlich in unserem traumhaften Hotel an. Die Zimmer im 28. Stock lieferten einen unglaublichen Blick auf die Skyline dieser unglaublichen Stadt. Nachdem wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt hatten, erkundeten wir den restlichen Nachmittag zum ersten mal Tokio. Meine Gruppe fuhr direkt in den Yoyogi-Park in dem sich der wunderschoene Meiji-Schrein befindet. Dort wurden wir auch gleich Augenzeugen einer traditionellen japanischen Hochzeit. Fantastisch! Weiter gings im Yoyogi-Park, und so kamen wir dann auch wortwoertlich vom Regen in die Traufe! MONSUNartige Regenguesse prasselten auf uns nieder und beendeten somit auch schon unseren ersten, sehr aufregenden Tag in Tokio!

Episode 1

September 6, 2008

[gm] Samstag morgen – 8.45 Uhr:

Treffen in Wien Schwechat – Standort: Finair Schalter.

Wie erwartet waren alle pünktlich und wahnsinnig vor Vorfreude. Mit dem ersten Flug um 10.45 hat auch alles wunderbar geklappt. In Helsinki angekommen gab es schon die ersten Neuigkeiten. Es war grau, bewölkt, schwuehl und vier Stunden Wartezeit lagen vor uns – die stimmung war dennoch super. Die duty free shops mussten zum Zeitvertreib herhalten. Das angebotenen Baerfleisch bzw. die Baerfleischsuppendosen sowie Elch-Jerky und Elchfelle sorgten fuer Verwunderung und Gesprächsstoff.

17.45 ( mit einer stunde zeitdifferenz): Flugantritt Helsinki Tokio, es geht los….